warum?

Das Leben kann manchmal ganz schön viel sein. Manchmal kommt alles auf einmal. Oder es fühlt sich jedenfalls so an. Schon als Teenager konnte ich oft den Wald vor lauter Bäume nicht mehr sehen. Und noch heute steigere ich mich extrem schnell in irgendwelche Fantasie-Situationen rein, immer und immer mehr. Dabei verliere ich dann komplett den Bezug zur Realität und stürze mich in ein emotionales Chaos, das gar nicht sein müsse.

Mir fällt es schwer, in einem Zustand von Unklarheit zu leben. Ich liebe To Do Listen, Pläne, Ziele. Am liebsten mag ichs, wenns dann auch nach Plan läuft. Nichts kann mich so verunsichern wie die Ungewissheit.

Mal wieder hat sich mein Leben aber so gewendet, dass ich in so einer Phase stecke. Nichts ist sicher, alles ist möglich und ganz vieles steht auch auf wackligen Beinen.

Per Ende November bin ich arbeitslos, mein Partner und ich wissen, dass wir uns eine neue, günstigere Wohnung suchen müssen und mir ist auch Bewusst, dass ich früher oder später meinen vierbeinigen Freund Leo umstellen muss. Der Stall, in dem er steht, ist rational gesehen viel zu weit weg und durch meinen neuen Alltag bedingt ist dieser Weg nicht mehr machbar.

Ein Horrorszenario also für einen Menschen wie mich. Ausser der Standort meiner Mama und der Hochschule, welche ich hoffentlich die nächsten vier Jahre besuchen werden, gibt es keinen konstanten Ort mehr in meinem Leben.

Horror ist genau das richtige Wort, so fühlt es sich gerade an!

Ich weiss nicht wohin mit mir, wohin mit unserer Wohnung, wohin mit dem besten Pferd, das es gibt. Und überhaupt steht die Frage im Raum: Wie weiter?

Das Schreiben konnte schon früher Ruhe und Struktur in das Chaos in meine Kopf bringen. Deshalb gebe ich mir mit diesem neuen Herzensprojekt etwas zu tun, ein Ventil durch welches ich meine Gedanken sortieren kann und so vielleicht Lösungen für gewissen Probleme finde. Just go with the flow – ich werde es probieren, mal schauen wo diese Idee landet und wie lange sie sich in meinem busy life halten kann.

Eine begnadete, talentierte Schreiberin bin ich nicht, doch wieso sollte man nicht singen, nur weil mans nicht kann, wenn mans doch mag? 🙂