2019 ist mein Jahr! Es hat mir schon so viel Gutes gebracht, das kann nur toll werden. Unter anderem hatte ich im Dezember das grosse Glück, zum Inside Wetzlgut bei Nicola & Herbert Baur in Bad Gastein eingeladen zu werden. Mitte Januar war es dann soweit: Meine Reise nach Österreich begann. Mitten in der Nacht, genauer gesagt um 3. Uhr in der Früh, bin ich ins Auto gestiegen und die knapp 600 km nach Bad Gastein gefahren.

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Aussicht in Bad Gastein

Um gleich zu Beginn mit den Schweizer-Klischees aufzuräumen kam ich – zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk – 20 Minuten zu spät. Zu verdanken war das unter anderem den Verständigungsproblemen zwischen Google-Maps und Kim-Gehirn.

Nach einem kurzen verzweifelten Aufschrei in meinem Inneren, weil leider bereits keiner mehr beim Treffpunkt war (komisch, waren doch nur 20 Min?!) und einem leicht hysterischen Telefonanruf meinerseits, wurde ich von der Receptionistin des Hotels Wetzlgut zur Gruppe gebracht. Herbert, Nicolals Mann, hat mich am Stalltor abgeholt. Und meine Nervosität verflog sofort – denn meine Güte, diese Leute sind vielleicht nett und sympathisch! Nicola und Herbert gehören zu den Menschen, welche man sofort in seinem imaginären Freundebuch aufnehmen und nie mehr loslassen will.

Und dabei war ich zuvor so nervös, weil ich zu spät war und durch meine Verspätung auch keine Präsent mehr besorgen konnte und keinen Parkplatz gefunden habe und überhaupt! Ich kannte Nicola lediglich von ihrem Instagram-Account. Sie wirkte meiner Meinung nach zwar immer sehr freundlich und liebevoll, jedoch ist der Schein der lieben Social-Media-Welt doch manchmal ziemlich trügerisch. So habe ich sie mir ein bisschen wie eine böse Dressurhexe vorgestellt. Im Nachhinein tut mir dieser Gedanke richtig leid, denn ich hatte wirklich von Anfang bis Ende das Gefühl, willkommen zu sein. Nun gut, genug Lobeshymnen auf die Baurs. 😀

Hatte ich es also geschafft. Stand im Stall bei der Gruppe und konnte das erste Mal durchatmen. Puh. Und dann traf es mich wie der Schlag: Scheisse WIE SCHÖN IST ES HIER?! Alles blitze-blank und im englischen-Stil eingerichtet. Genau mein Ding. Super ordentlich, jedoch nicht zu akribisch. Und es herrschte eine Ruhe, das kann man wirklich nicht in Worte fassen. Da können die Pferde nur zufrieden und glücklich sein. Wir wurden mit Tee und Gebäck begrüsst, kurz darauf schwang sich Nicola auch bereits auf das erste Pferd. Wir sassen in der Halle und waren wohl alle froh, die Heizdecken über unseren Beinen ausbreiten zu können. Aber der Anblick, der sich uns bot, tröstete uns gut über die Kälte hinweg. Nicola ritt das erste Pferd und Herbert fotografierte und unterstützte sie dabei. Wenn das nicht #couplegoals sind, was dann?! Er half ihr tatkräftig und stellte sich als Wäscheständer und Pferde-Halter bereit.

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Nicola und Herbert Baur

Ihre Reiterei habe ich ebenfalls sehr gerne beobachtet. Sie arbeitet die Pferde sehr geduldig und fair. Wird nicht emotional, auch wenn mal was nicht klappt und auch nie laut. Die Pferde bekommen Pausen, werden gelobt aber sehr konsequent behandelt. Die Pferde schienen allesamt zufrieden und motiviert. Und einer nach dem anderen zeigte uns, wie so ein Dressurpferd aussehen sollte. Wahnsinn, ich war natürlich die ganze Zeit über schockverliebt! Wir durften alles fragen, was uns auf der Zunge brannte und bekamen ausführliche und aufschlussreiche Antworten. Nach dem Training wurden die Pferde perfekt versorgt und gepflegt. In Bad Gastein lässts sich aushalten als Pferd!

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Paddockzeit im Schnee
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Reiterstüberl und Sattelkammer in einem

Die Anlage ist der füdliblutte Wahnsinn. Konnte den Kiefer nur mit Müh und Not an seinem Platz behalten. Das tausendste Mail schockverliebt war ich, als die Hunde angerannt kamen und unsere Gruppe aufmischten.

Danach gings für ein total leckeres Mittagessen und meinen allerersten Kaiserschmarn ins Skihotel Rossalm. Dort hatten wir eine tolle Zeit und viele gute Gespräche. Wirklich ein wunderbarer Tag. Die 4 Länder, knapp 1200km, 4 verpasste Abzweigungen und zwei leichten Nervenzusammenbrüche haben sich mehr als gelohnt.

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Himmel auf dem Nachhauseweg

Falls ihr je die Chance bekommt Nicola zu besuchen: Just do it! Sowas sieht man nicht so schnell wieder.

Weiteres zu Nicola, ihren Pferden und Ihrer Anlage findet ihr auf ihrem Blog: https://nicolabaurdressage.com/ oder auf ihrem Instagram-Account: https://www.instagram.com/nicolabaurdressage/

Veröffentlicht von kimlesliekelly

pferdemädchen durch und durch.

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